rollen:quiz

Teste dein Genderwissen im rollen:quiz!

Die Fragen basieren auf den Ergebnissen der im Projekt betrifft: rollen bilder durchgeführten Befragung von Jugendlichen in Graubünden, Liechtenstein und Vorarlberg. Sie werden ergänzt durch allgemeine Fragen zu Rollenzuschreibungen und zur sozialen Geschlechtertrennung.

Das Quiz kann online gespielt, oder als Methode in Form von Moderationskarten für Workshops und den Unterricht ausgedruckt werden.

Der Verein Amazone wurde im Rahmen des länderübergreifenden Interreg-Projekts betrifft: rollen bilder mit der Umsetzung des rollen:quiz vom Referat für Frauen und Gleichstellung (Bundesland Vorarlberg), der Stabsstelle für Chancen gleich heit von Frau und Mann (Kanton Graubünden) und der Stabs stelle für Chancen gleichheit (Regierung des Fürstentums Liechtenstein) beauftragt.

Was bedeutet Gender?
A) Männer und Frauen werden getrennt
B) Gesellschaftlich konstruierte Geschlechterrollen
C) Mädchen können andere Dinge als Jungen
D) Frauen und Männer werden gleich gemacht

Antwort B) Gesellschaftlich konstruierte Geschlechterrollen

Gender ist das soziale Geschlecht. Damit sind die sozial und kulturell geprägten Rollen von Frau und Mann gemeint, mit denen geschlechtsspezifische Chancen und Benachteiligungen verbunden sind. Gender bezeichnet also die gesellschaftlich konstruierten und damit auch veränderbaren Geschlechterrollen.

Quelle: Mehr dazu in der mach es gleich!-Mappe in Kapitel 3.1. http://www.amazone.or.at/machesgleichMappe.pdf
Das Meiste auf der Welt gehört irgend jemandem (Häuser, Fabriken, Schmuck, Land, Geld etc.). Was glaubt ihr, wie viel Prozent des Weltvermögens ist im Besitz von Frauen?
A) 1 %
B) 25 %
C) 33 %
D) 50 %

Antwort A) 1 %

Frauen leisten zwei Drittel der Arbeit weltweit, erhalten dafür lediglich 10 % des Welteinkommens und 1 % des Weltbesitzes. Nur 30 % aller Frauen werden für ihre Arbeit auch bezahlt.

Quelle: https://www.gender.hu-berlin.de/publikationen/...29.../texte2930pkt5.pdf [Aufruf am 3. März 2015]
Wie groß werden Mädchen von ihren Eltern am Tag ihrer Geburt im Vergleich zu gleich großen Jungen eingeschätzt?
A) Kleiner als Jungen
B) Größer als Jungen
C) Gleich groß

Antwort A) Kleiner als Jungen

Die meisten Eltern schätzen ihrer Tochter kleiner ein als gleich große Jungen.

Quelle: Gender Quiz http://blog.frau-und-arbeit.at/841-2/ [Aufruf am 3. März 2015]
Wie viel % der Karenzzeit wurde 2011 in Österreich durchschnittlich von Männern in Anspruch genommen?
A) 1 %
B) 4 %
C) 20 %
D) 38 %

Antwort B) 4 %

Durchschnittlich wurde im Jahr 2011 in Österreich 4,2 % der Karenzzeit von Männern in Anspruch genommen.

Quelle: http://www.joanneum.at/uploads/media/Vaeterkarenz_in_Zahlen_08.pdf [Aufruf am 8. Juli 2015]
Welche Antwort haben Jungen im Alter von 14 bis 16 Jahren am Häufigsten bei folgender Frage gewählt: „Wie sollte deiner Meinung nach ein Mann sein?“
A) Gut aussehend, humorvoll, stark und intelligent
B) Lässig und cool
C) Fleißig, treu und zuverlässig
D) Dominant und machohaft

Antwort A) Gut aussehend, humorvoll, stark und intelligent

82 % der befragten Jungen sind der Auffassung, dass ein Mann die Eigenschaften „gutaussehend, humorvoll, stark und intelligent“ haben sollte. Bei dieser Meinung spielt der Migrationshintergrund (sei es europäisch, türkisch oder arabisch) keine Rolle. Der smarte Gewinnertyp gilt bei allen Jungen als Favorit. Dagegen sind aus Sicht der Jungen Machohaftigkeit und Dominanz keine erstrebenswerten Merkmale für Männer.

Quelle: Koch-Priewe, Barbara u. a.: Jungen – Sorgenkinder oder Sieger? Wiesbaden 2009. S. 85f.
Wie viel Prozent junger Männer zwischen 16 und 18 Jahren stimmen folgender Aussage zu: „Ich möchte mich (in meiner Zukunft) hauptsächlich um Kinder und Haushalt kümmern.“
A) 8 %
B) 24 %
C) 30 %
D) 43 %

Antwort B) 24 %

Fast jeder vierte junge Mann möchte sich in Zukunft hauptsächlich um Kinder und Haushalt kümmern und dafür weniger im Beruf arbeiten. Bei den Mädchen liegt dieser Anteil bei 35 %. Andererseits stimmen 64 % der jungen Männer und 54 % der jungen Frauen der Aussage „der Beruf wird für mich das Wichtigste im Leben sein“ zu.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: „Mädchen und Jungen in Deutschland. Lebenssituation – Unterschiede – Gemeinsamkeiten“ Berlin 2007.
Welche der folgenden Regeln galt 1915 nicht für Lehrerinnen in Zürich?
A) Zwischen 8 Uhr abends und 6 Uhr morgens müssen sie zu Hause sein, es sei denn, sie nehmen an einer Schulveranstaltung teil.
B) Der Besuch von Kaffeehäusern und Eisdielen ist ihnen untersagt.
C) Sie müssen zwei Unterröcke tragen.
D) Sie dürfen die Stadt nicht verlassen, es sei denn, sie haben vom Präsidenten der Schule eine Erlaubnis eingeholt.

Alle Punkte hatten 1915 Gültigkeit!

Weiters durften sie nicht heiraten, keine hellen Kleider tragen und nicht mit Männern im Auto oder Zug reisen, wenn diese nicht ihr Vater oder Bruder waren. Ihre Kleider durften nicht kürzer als 6 cm über dem Knöchel sein und auf keinen Fall durften sie sich die Haare färben.

Quelle: http://www.schnabelwetzer.ch/dies_und_das_downloads/01_regeln_fuer_ lehrerinnen_CH.pdf [Aufruf am 3. März 2015]
Als „Idealmaß“ wird oft 90 – 60 – 90 hergenommen. Welches „Idealmaß“ haben Barbies?
A) 100 – 75 – 110 cm
B) 99 – 46 – 84 cm
C) 90 – 60 – 90 cm
D) 110 – 55 – 90 cm

Antwort B) 99 – 46 – 84 cm

Schon an der ersten Barbiepuppe wurden die Proportionen bemängelt. Wäre Barbie eine Frau, könnte sie mit ihren Proportionen nicht überleben. In Deutschland besitzen Mädchen durchschnittlich sieben Barbiepuppen.

Quelle: Quellen: http://www.sueddeutsche.de/stil/barbies-proportionen-leicht-entkleidet-1.1881242, http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/ ein-haus-voller-barbiepuppen-die-puppenspielerin-1.1833415 und http:// de.wikipedia.org/wiki/Barbie [Aufruf am 3. März 2015]
Welche Lebensbereiche sind jungen Frauen und Männern in der Region Rheintal am wichtigsten?
A) Beruf und Arbeit
B) Familie
C) Freizeit und Erholung
D) Beziehung

Antwort B) Familie

Gefolgt von „Freizeit und Erholung“, „Beziehung“ und „Beruf und Arbeit“.

Quelle: Online-Befragung „Rollenbilder in Beruf und Familie“. Befragung von Jugendlichen im Alter von 14 bis 25 Jahren aus den Regionen Graubünden, Liechtenstein und Vorarlberg. FHS St. Gallen, März 2014
Welcher Altersgruppe von Jugendlichen ist Gleichberechtigung am wichtigsten?
A) Allen gleich wichtig
B) 14 bis 16 Jahre
C) 17 bis 19 Jahre
D) 20 bis 25 Jahre

Antwort D) 20 bis 25 Jahre

Die Bedeutung der Gleichberechtigung nimmt bei allen Geschlechtern mit dem Alter zu.

Quelle: Online-Befragung „Rollenbilder in Beruf und Familie“. Befragung von Jugendlichen im Alter von 14 bis 25 Jahren aus den Regionen Graubünden, Liechtenstein und Vorarlberg. FHS St. Gallen, März 2014
Männer und Einkommen: Wie alt sind Männer durchschnittlich, wenn sie am meisten verdienen?
A) 46 Jahre
B) 36 Jahre
C) 60 Jahre (oder vor der Pensionierung)
D) 26 Jahre

Antwort C) 60 Jahre (oder vor der Pensionierung)

Männer verdienen kurz vor der Pension am meisten.

Quelle: Gender Quiz http://blog.frau-und-arbeit.at/841-2/ [Aufruf am 3. März 2015]
Frauen und Einkommen: Wie alt sind Frauen durchschnittlich, wenn sie am meisten verdienen?
A) 46 Jahre
B) 36 Jahre
C) 60 Jahre (oder vor der Pensionierung)
D) 26 Jahre

Antwort D) 26 Jahre

Durch Berufsunterbrechungen, Teilzeitarbeit oder Arbeitslosigkeit ist der Verdienst von Frauen nach dem 26. Lebensjahr wesentlich geringer.

Quelle: Gender Quiz http://blog.frau-und-arbeit.at/841-2/ [Aufruf am 3. März 2015]
In welcher der folgenden Regionen ist den befragten Jugendlichen die Gleichstellung von Beruf und Familie zwischen Mann und Frau am wichtigsten?
A) Graubünden
B) Liechtenstein
C) Vorarlberg

Antwort B) Liechtenstein

Sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld ist den befragten Jugendlichen aus Liechtenstein die Gleichstellung von Frau und Mann mit über 90 % eher und sehr wichtig.

Quelle: Online-Befragung „Rollenbilder in Beruf und Familie“. Befragung von Jugendlichen im Alter von 14 bis 25 Jahren aus den Regionen Graubünden, Liechtenstein und Vorarlberg. FHS St. Gallen, März 2014
Wie viele Jungen und Männer (14 bis 25 Jahre) haben laut eigenen Angaben in ihrem bisherigen Leben eine Diskriminierung aufgrund ihres Geschlechts erlebt?
A) 12 %
B) 36 %
C) 66 %
D) 89 %

Antwort B) 36 %

36 % der männlichen Befragten wurden in ihrem Leben mindestens einmal wegen ihres Geschlechts diskriminiert. Als Vergleich: In der selben Befragung haben über 60 % der weiblichen Befragten diese Frage bejaht. Mit dem Eintritt ins Erwerbsleben nimmt diese Zahl bei Frauen sprunghaft zu.

Quelle: Online-Befragung „Rollenbilder in Beruf und Familie“. Befragung von Jugendlichen im Alter von 14 bis 25 Jahren aus den Regionen Graubünden, Liechtenstein und Vorarlberg. FHS St. Gallen, März 2014
Um wie viel höher ist die Suizidrate von Männern im Vergleich zu jener von Frauen?
A) Halb so hoch
B) Gleich hoch
C) 3 Mal so hoch
D) 6 Mal so hoch

Antwort C) 3 Mal so hoch

Auf jeden Suizid einer Frau kommen im Schnitt drei Männersuizide.

Quelle: http://www.suizidforschung.at/statistik_suizide_oesterreich.pdf [Aufruf am 8. Juli 2015]
Wann durften Frauen in der Schweiz erstmals wählen?
A) 1874
B) 1900
C) 1908
D) 1971

Antwort D) 1971

Im Kanton Appenzell Ausserrhoden wurde das Wahlrecht für Frauen erst 1989 eingeführt. 1990 entschied das Bundesgericht für das Frauenwahlrecht in Appenzell Innerrhoden. In Liechtenstein erhielten die Frauen 1984 ihr Wahlrecht.

Quelle: Quellen: http://demokratie.geschichte-schweiz.ch/chronologie-frauenstimm-recht-schweiz.html [Aufruf am 3. März 2015]
Seit wann dürfen Frauen in Österreich wählen?
A) 1850
B) 1907
C) 1919
D) 1970

Antwort C) 1919

Zum Vergleich: Das Männerwahlrecht wurde in Österreich 1907 eingeführt.

Quelle: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/262/Seite.2620000.html [Aufruf am 3. März 2015]
Wozu dürfen Männer seit 1949 in Deutschland nicht mehr gezwungen werden?
A) Die Familie alleine ernähren zu müssen
B) Zum Kriegsdienst
C) Zur Hausarbeit
D) Zum sonntägliche Kirchgang

Antwort B) Zum Kriegsdienst

Im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland erhielt die Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen 1949 erstmals den Rang eines Grundrechts, das sich aus der Glaubens- und Gewissensfreiheit ergibt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsdienstverweigerung [Aufruf am 3. März 2015]
Was durften Männer ihren Ehefrauen in Deutschland bis 1977 verbieten?
A) Das Rauchen
B) Das Tragen von Hosen
C) Eine Berufstätigkeit
D) Das Wahlrecht

Antwort C) Eine Berufstätigkeit

1977 wurde der Gesetzestext in Deutschland gravierend überarbeitet. Davor standen dem Mann alle Entscheidung, das gemeinschaftliche Leben betreffend, zu. Fragen der Haushaltsführung und der Kindererziehung entschied in Streitfällen der Mann allein. Arbeitsverträge seiner Frau konnte er auch gegen ihren Willen kündigen. Hatte die verheiratete Frau eigenes Geld, konnte allein der Mann darüber verfügen und ihm allein gehörten ihre Einkünfte.

Quelle: http://www.frauenmediaturm.de/themen-portraets/chronik-der-neuen-frauenbewegung/1977/hausfrauen-ehe-abgeschafft/?sword_list[0]=1977 [Aufruf am 3. März 2015]
Welche der folgenden Möglichkeiten kommen bei Personen, die amerikanische Top-Jobs ausführen, am häufigsten vor?
A) Dass die Person kleiner ist als 1,50 Meter
B) Dass die Person jünger als 30 Jahre ist
C) Dass die Person eine Frau ist
D) Dass die Person John heißt

Antwort D) Dass die Person John heißt

Auch dass die Person David heißt, kommt in US-Führungspositionen häufiger vor, als die Anzahl der gesamten Frauen. Ähnlich schwer haben es Frauen in der US-Politik. Am dicksten ist die gläserne Decke bei den CEOs. Hier gibt es sogar mehr Johns, Roberts, Williams und James als Frauen insgesamt.

Quelle: http://derstandard.at/2000012406100/Weniger-Frauen-leiten-US-Unternehmen-als-Maenner-die-John-heissen [Aufruf am 3. März 2015]
Warum wähle ich meinen Beruf? Welches waren die wichtigsten Gründe für Jugendliche aus Liechtenstein, Graubünden und Vorarlberg?
A) Um später einmal Beruf und Familie zu vereinen
B) Weil es eine sinnhafte Tätigkeit ist, die Spaß macht
C) Weil es ein abwechslungsreicher Job ist
D) Wegen der Möglichkeit zur Teamarbeit

Antwort B) Weil es eine sinnhafte Tätigkeit ist, die Spaß macht

Zweitgereiht war „der Berufung folgen“ vor „einem abwechslungsreichen Job“ und „guten Verdienstmöglichkeiten“. Eher unwichtig war den Befragten die „Möglichkeit zur Teamarbeit“. Die „spätere Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ war am wenigsten wichtig.

Quelle: Online-Befragung „Rollenbilder in Beruf und Familie“. Befragung von Jugendlichen im Alter von 14 bis 25 Jahren aus den Regionen Graubünden, Liechtenstein und Vorarlberg. FHS St. Gallen, März 2014
Wie gestaltet sich bei Männern das Verhältnis von bezahlter zu unbezahlter Arbeit?
A) 75 % bezahlte, zu 25 % unbezahlter Arbeit
B) 50 % bezahlte, zu 50 % unbezahlter Arbeit
C) 34 % bezahlte, zu 66 % unbezahlter Arbeit
D) 28 % bezahlte, zu 72 % unbezahlter Arbeit

Antwort A) 75 % bezahlte, zu 25 % unbezahlter Arbeit

Die Arbeit von Männern wird zu 75 % bezahlt. Sie leisten 25 % unbezahlte Arbeit. Bei Frauen sieht die Sache anders aus: Sie leisten 34 % bezahlte, zu 66 % unbezahlter Arbeit.

Quelle: Gender Quiz http://blog.frau-und-arbeit.at/841-2/ [Aufruf am 3. März 2015]

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