Ablauf

Das Referat für Frauen und Gleichstellung Vorarlberg, die Stabsstelle für Chancengleichheit Graubünden und die Stabsstelle für Chancengleichheit Liechtenstein haben die Fachhochschule St. Gallen mit einer Befragung zu Rollenbildern in Beruf und Familie von Jugendlichen und jungen Erwachsenen beauftragt. Die Online-Befragung wurde vom 9. September bis zum 31. Oktober 2013 durchgeführt.

> Fyler zur Befragung herunterladen (PDF)

Erstmalig wurden Einstellungen zum Rollenverhalten bzw. zu Rollenstereotypen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Regionalraum Vorarlberg, Kanton Graubünden und Fürstentum Liechtenstein erhoben.

Die Online-Befragung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 14 und 25 Jahren dient zur Erfassung ihrer Rollenbilder zu Beruf und Familie. Im Vordergrund stehen die Einstellungen und das Verhalten der Jugendlichen. Diese umfassen Geschlechter­rollen, Rollenstereotypen, welche der Gleichstellung der Geschlechter im Weg stehen, sowie die Haltung gegenüber der Gleichstellung der Geschlechter.

Mit der Befragung sollen Grundlagen für die Entwicklung von Massnahmen zur Erweiterung des Rollenspektrums von jungen Erwachsenen gewonnen werden. Als Vorgabe wurden von der Trägerschaft vier Leitfragen entwickelt, die anhand der Befragung beantwortet werden sollen:

  • Bestimmen Rollenzuschreibungen das Verhalten von Jugendlichen?
  • Welche Rollenzuschreibungen prägen das Verhalten?
  • Wie stark sind die Jugendlichen von einzelnen Rollenzuschreibungen geprägt?
  • Welche Einflussfaktoren sind dabei bestimmend?

Einige Ergebnisse aus der Befragung:

  • Die Jugendlichen glauben, dass Gleichstellung verwirklicht ist – ihr konkretes Verhalten unterscheidet sich jedoch stark von ihrer Vorstellung.
  • Stereotypische Rollenzuschreibungen sind häufig bei Haushaltstätigkeiten, am stärksten in Bezug auf Mütter mit kleineren Kindern.
  • Junge Frauen wählen vornehmlich Berufe im Sozial- und Gesundheitswesen, junge Männer beginnen in einem Handwerks- oder in einem technischen Beruf.
  • Die 20- bis 25-Jährigen sind gegenüber neueren Familienmodellen offener als die jüngeren Befragten, die noch stark traditionellen Vorstellungen verhaftet sind.
  • Über 70% der jungen Frauen und Männer möchten später Kinder haben. Am liebsten möchten sich die jungen Erwachsenen zukünftig die Arbeit im Haushalt teilen, wobei sich dies Frauen stärker wünschen als Männer.
  • Rund 60% der jungen Frauen geben an, dass sie schon mindestens einmal diskriminiert wurden. Insbesondere haben sie sexuelle Belästigung erfahren.
  • Junge Männer haben mehrheitlich (64%) keine Erfahrung mit Diskriminierung.

> Schlussbericht herunterladen (PDF)

Fürstentum Liechtenstein Stabsstelle für Chacnengleichheit Graubünden interreg IV Europäische Union